Der Umweg über das Konzentrat
Getränke lassen sich billiger transportieren, wenn man ihnen zuerst das Wasser entzieht. Aus Saft oder Kokoswasser wird durch Erhitzen ein Konzentrat, das nur noch einen Bruchteil des Volumens hat. Am Zielort wird wieder Wasser zugegeben.
Beim Eindicken geht ein Teil der flüchtigen Aromastoffe verloren. Deshalb werden Konzentraten häufig Aromen zurückgegeben — technisch sauber, geschmacklich aber ein Rekonstrukt.
Der direkte Weg
Bei NFC entfällt dieser Umweg. Das Kokoswasser wird nach dem Öffnen der Nuss direkt abgefüllt; haltbar gemacht wird es durch Erhitzen — in der Dose sterilisiert, im Tetra Pak UHT-erhitzt. Es wird nie eingedickt und nie wieder verdünnt.
Das ist aufwendiger in der Logistik — man transportiert schliesslich das ganze Wasser mit — und es ist der Grund, weshalb NFC-Produkte im Regal selten die günstigsten sind.
Was man davon schmeckt
Der Unterschied liegt weniger in der Süsse als in der Länge. NFC-Kokoswasser hat einen runderen, weniger scharfen Antrunk und einen Nachhall, der nach Nuss schmeckt statt nach Aroma.
Wer beides nebeneinander probiert, erkennt es meist beim zweiten Schluck. Die Literpackung eignet sich dafür gut, weil sie sich mehrfach einschenken lässt.
Häufige Fragen
Wofür steht NFC genau?
Für «Not From Concentrate»: das Getränk wurde nie zu Konzentrat eingedickt und anschliessend wieder mit Wasser aufgegossen.
Ist NFC gesetzlich geregelt?
Die Kennzeichnung von Fruchtsäften aus Konzentrat ist in der Schweiz und der EU vorgeschrieben. «NFC» selbst ist eine branchenübliche Bezeichnung für das direkt abgefüllte Erzeugnis.
Sind alle Coconaut Sorten NFC?
Ja, sowohl das pure Kokoswasser als auch der Fruchtsaftanteil der Fruchtsorten wird nicht aus Konzentrat gewonnen.


